Die Wahl der Linux-Distribution
Beitrag von Uwe am 27.11.2008 um 21:45 Uhr | 0 Kommentare
Da ich mich nun für Hetzner entschieden habe, kann ich mich zwischen folgenden Betriebssystemen entscheiden:
- Debian 4.0
- openSUSE 10.3
- openSUSE 11.0
- Ubuntu 8.04 LTS
- Ubuntu 8.10
Mit SuSE habe ich vor über 10 Jahren meine ersten Erfahrungen mit Linux gesammelt. Später bin ich auf Debian umgestiegen und heute nutze ich meist Ubuntu.
"Die" Server-Distribution gibt es in meinen Augen nicht. Vielmehr sollte man auf Vertrautes zurückgreifen. Da ich in den letzten Jahren viel mit Ubuntu gearbeitet habe, viel meine Wahl natürlich darauf.
Blieben nur noch zwei Fragen zu klären:
- 8.04 LTS oder 8.10?
- 32-Bit oder 64-Bit?
Das "LTS" bei 8.04 steht für "long term support" (Langzeitsupport) und bedeutet, daß es 5 Jahre lang Updates gibt, während normale Versionen nur 1,5 Jahre unterstützt werden. Meine Wahl fiel daher auf 8.04.
Auch die letzte Frage ist leicht beantwortet: Bei 2 GB RAM gibt es (für mich) keinen Grund, die 64-Bit-Variante zu installieren. Auf meinem Desktop habe ich 64-Bit und deshalb schon die ein oder andere "Extra-Schicht" einlegen müssen, weil bestimmte Programme nicht auf Anhieb liefen.
Obwohl sich die nachfolgenden Beiträge primär auf Ubuntu beziehen, wird sicher auch für Freunde anderer Linux-Distributionen etwas interessantes dabei sein. Lediglich beim Mailserver weichen Debian und Ubuntu etwas vom "Standard" (Sendmail oder Postfix) ab. Doch näheres dazu in einem späteren Beitrag...
Strato oder Hetzner?
Beitrag von Uwe am 24.11.2008 um 00:15 Uhr | 0 Kommentare
Für mein Perl-Blog und ein paar andere Seiten wollte ich mir einen Root-Server mieten. Ein bißchen Preis-Recherche im Internet schränkte die Wahl schnell auf Strato und Hetzner ein.
Mit beiden Anbietern hatte ich vor einiger Zeit schon gute Erfahrungen gemacht, als Kunden von mir ihre Server dort gemietet hatten. Dabei war es bei Strato vor allem die "RemoteConsole", die ich sehr positiv in Erinnerung behalten habe. Bei Hetzner dagegen denke ich an den guten Support zurück.
Die "RemoteConsole" ist quasi eine serielle Schnittstelle zum Server. So kann man z. B. die Boot-Meldungen betrachten. Wer also vergessen hat, den SSH-Server zu starten, der kann sich trotzdem einloggen.
Nun aber erstmal zu den "harten Fakten", den Unterschieden der beiden Angebote, die ich in Betracht gezogen habe:
| Strato | Hetzner | |
|---|---|---|
| CPU | AMD Opteron 1212 (2 x 2,0 GHz) | AMD X2 5600+ (2 x 2,8 GHz) |
| RAM | 2 GB | 2 GB |
| Festplatten | 2 x 250 GB | 2 x 400 GB |
| FTP-Backup | 250 GB | 50 GB |
| IP-Adressen | 2 | 7 |
| Preis (Monat) | 59,00 Euro | 49,00 Euro |
Dies ist natürlich eine sehr subjektive Liste, sie enthält nur Dinge, die für mich relevant waren. Ansonsten sind sich die Angebote recht ähnlich, was den Inklusiv-Traffic und die verfügbaren Betriebssysteme betrifft. So drosseln beide Anbieter nach 1.000 GB die Anbindung auf 10 Mbit/s und openSUSE, Debian und Ubuntu sind ebenfalls bei beiden möglich.
Hier die Links auf die Angebotsseiten:
Als nächstes habe ich den Preis für 18 Monate verglichen. Bei Strato fällt die Einrichtungsgebühr weg und die ersten 3 Monate sind nur 29 statt 59 Euro fällig (Aktion bis 30.11.2008 bei 18 Monaten Vertragslaufzeit). Bei Hetzner sind immer 99 Euro Einrichtungsgebühr fällig, aber dafür beträgt die Mindestvertragslaufzeit nur einen Monat.
| Strato | Hetzner | |
|---|---|---|
| Einrichtung | 0 | 99 |
| Monate 1 - 3 | 87 | 147 |
| Monate 4 - 18 | 885 | 735 |
| gesamt | 972 | 981 |
Ich war selbst überrascht, daß Strato billiger als Hetzner ist. Aber letztlich habe ich mich dann für das Angebot mit den meisten IP-Adressen entschieden. :-)